Was Sie wissen müssen
Bei uns erhalten Sie als Liebhaber Ihr Kitten im Rundherum-Sorglos-Paket ab der 14. Lebenswoche. Die Babys sind dann bei ihrem Auszug mehrfach entwurmt, geimpft und kastriert und haben eine Abschlussuntersuchung beim Tierarzt erhalten um sicher zu gehen, daß sie für den Umzug bereit sind. Bei der Abgabe erhalten alle Kitten einen Stammbaum, Impfpass, Gesundheitszeugniss und ein Starterpaket für das neue Zuhause. Jungtiere, die ins Ausland umziehen erhalten zusätzlich die Tollwut-Impfung, Microchip und einen EU-Impfausweis. Unsere Kitten wachsen mitten unter uns auf, sie sind bei der Abgabe stubenrein, sozialisiert, an Kinder und alle Haushaltsgeräusche gewöhnt. Wir legen viel Wert darauf gesunde zutrauliche und vor allem wesensfeste Kitten groß zu ziehen.
Unsere Babys dürfen ab der 6.Lebenswoche besucht werden. Bis dahin reservieren wir Ihnen ihren Liebling erst mal locker. Nach dem Erstbesuch und 2 Tage Bedenkzeit für beide Seiten wird bei Gefallen der Kaufvertrag gemacht. Dazu muss eine Anzahlung von 200€ gezahlt werden. Das Baby ist jetzt fest für Sie reserviert und Sie können es so oft wie möglich, nach Absprache besuchen kommen. Dadurch können Sie an seiner Entwicklung teilhaben und Ihren Liebling mit aufwachsen sehen. Selbstverständlich gibt es auch regelmäßig neue Bilder von Ihrem Liebling, die dann per Mail zugesandt werden.
Auch nach dem Erwerb Ihres Babys stehen wir Ihnen weiterhin mit Rat und Tat zur Seite und freuen uns, wenn Sie uns an der Entwicklung des Kittens teilhaben lassen und ab und an ein neues Foto zu uns schicken.
Da Katzen sehr gesellige Wesen sind und der Mensch ihnen keinen Artgenossen zu ersetzen vermag, geben wir unsere Kätzchen am liebsten zu zweit ab oder in einen Haushalt, in dem bereits eine oder mehrere Katzen vorhanden sind.Das heißt, wir geben grundsätzlich kein Kätzchen in eine Einzelhaltung ab, auch wenn den ganzen Tag jemand zu Hause ist.
Wer einmal eine Gruppe Jungtiere erlebt hat, die zusammen fressen, spielen, herumtoben und auch zum Schlafen jedes Mal im Knäuel zusammenliegen, versteht, dass einem der Gedanke, eines dieser Kätzchen könnte plötzlich ganz ohne Katzengesellschaft sein, förmlich wehtut. Wir empfehlen deshalb allen Interessenten, die noch keine Katze(n) halten, zwei Katzen anzuschaffen. Es brauchen nicht beides Rassekatzen zu sein!
Bitte bedenken Sie, dass Sie nicht nur ihren Katzen durch die Gesellschaft eines Artgenossen das Leben interessanter gestalten, sondern sich auch das ihre erleichtern. Eine Katze, die nach Belieben mit einer anderen spielen, kuscheln und auf Katzenart sozialen Kontakt pflegen kann, ist letztlich ausgeglichener und zufriedener. Im Übrigen verursachen zwei oder mehrere Katzen kaum mehr Arbeit als eine einzelne. Ebenso schlägt der Mehrverbrauch an Futter und Katzensand nicht wesentlich zu Buche. Auch die durch die jährlich vorzunehmenden Impfungen anfallenden Kosten sind nicht horrend hoch.
Wir weisen darauf hin, dass unsere Kitten nur an Züchter vermittelt werden, die ihre Katzen so wie wir auf HCM, PKD, FIP/FIV und Leukose testen lassen!!! Wir legen selbstverständlich die Ergebnisse unserer Katzen offen und erwarten dies auch von anfragenden Züchtern! Im Kaufvertrag gibt es dazu eine Vereinbarung, dass das Kitten vor der ersten Verpaarung HCM geschallt werden muss. Außerdem setzen wir bei einem seriösen Züchter voraus, dass er sein Kitten mindestens ein mal bei uns vor Ort besucht. Was für die Liebhaber ganz normal ist und mit großer Freude erwartet wird, sollte gerade auch für Züchter sehr wichtig zu sein.
Wir vermitteln kein Kitten nur von Bilder her in ein neues Zuhause.
Da wir unsere Kitten an Liebhaber nur kastriert abgeben, melden Sie sich bitte rechtzeitig, wenn Sie ein Kitten für die Zucht suchen. Nach der Kastration ist es dann zu spät!
Wir verkaufen keine Jungtiere zur Mischlingszucht oder zu sonstiger Vermehrerei (Zuchten ohne Vereinszugehörigkeit)! Bitte gar nicht erst anfragen!
Wir verkaufen unsere Kitten nicht übers Internet!
Diese Seite dient lediglich dazu sich zu informieren.
Möchten Sie eines unserer Kitten adoptieren? Dann nehmen sie mit uns Kontakt auf und verabreden Sie ein erstes Kennenlernen.
Noch etwas in eigener Sache: Mailanfragen, ohne Telefonnummer und deren Inhalt sich nur auf die Preisanfrage beläuft, werden von uns nicht beantwortet. Genauso verfahren wir mit den Nachrichten auf dem Anrufbeantworter. Wir sind bestrebt, für unsere Babys das bestmögliche Zuhause zu finden und Sie möchten für sich das passende Kätzchen finden. Es wäre doch sehr nett und auch höflich ein wenig über sich zu erzählen.
Was kosten unsere Kätzchen?
Unsere Tiere sind keine Schnäppchen und kommen nicht vom Wühltisch. Es sind Lebewesen die mit viel Liebe, Zeit, Geduld und natürlich auch Geld großgezogen werden. Und Qualität hat nun mal Ihren Preis.
Daher finden wir es ziemlich unpassend, wenn Preisanfragen oder Bettelbriefe mit unverschämten Preisvorstellungen sich hier einfinden. Auch ermöglichen wir keine Ratenzahlungen. Bitte haben Sie dafür Verständnis.
Ein Liebhabertier kostet bei uns 750,00 €
Preis für Zuchttier bitte bei uns erfragen!
Wegen der immer höher steigenden Benzinpreise sind wir leider gezwungen zur Kostendeckung unseres Aufwandes für den Transport in das neue zu Hause eine Kostenpauschale mit dem Käufer abzusprechen.
Wenn die Einzelkatze reden könnte
von Rita Marlen Feisel
Ihnen ist sicher die Aussage, „eine Katze kann man gut
alleine lassen, einen Hund nicht“, bekannt. Abgesehen
davon, dass sich der Hund als Rudeltier sehr an seine Familie
bindet und zudem allein aus Gründen der Versäuberung
nur wenige Stunden des Alleinseins verträgt, ist
auch die Katze, die ebenfalls die Zuwendung des Menschen
braucht, in stundenlanger häuslicher Vereinsamung
ein äußerst bedauernswertes Geschöpf.
Der Generationenirrtum
Als ich mich mit dem Thema für diesen Artikel beschäftigte, kam mir spontan meine Tierärztin in den Sinn, die vor langer Zeit einmal zu mir sagte: „Lieber eine Katze, die im Freilauf nur ein Jahr überlebt, als eine, die fünfzehn Jahre hinter Schloss und Riegel dahinvegetiert.“ Ich konnte damals dieser radikalen Einstellung nichts abgewinnen. Im Laufe der Jahre habe ich aber nur allzu gut begriffen, was sie damals meinte (nicht zuletzt auf Grund meiner eigenen Erfahrung): Es ging ihr um die Wohnungskatze in Einzelhaltung, die ihr Leben mehrheitlich in Einsamkeit verbringt.
Ich weiß nicht, woher die Meinung kommt – wahrscheinlich wurde sie von Generation zu Generation kritiklos weitergereicht: Viele Menschen glauben nämlich, dass die Katze sich selbst genüge, weil sie gerne fälschlicherweise als Einzelgängerin dargestellt wird. Als Einzelgängerin ist die Katze aber nur auf der Jagd anzutreffen. Wenn sie mit anderen Katzen aufgewachsen ist, was ja in vielen Fällen so ist, verhält sie sich ansonsten sehr gruppenfreundlich. In meiner langjährigen Erfahrung mit Katzen habe ich jedenfalls den Eindruck gewonnen, dass Katzen im Allgemeinen Gesellschaft über alles schätzen. Natürlich, es finden sich auch immer wieder Einzelgänger darunter, denen die Artgenossen nicht allzu viel bedeuten oder die in einer Gruppe nicht Fuß fassen können. Allen gemeinsam aber ist die enge Bindung an den Menschen – sofern sie in ihrer Prägungszeit Zugang zum Menschen finden konnten. Denn nicht nur Hunde kennen eine Prägungsphase, auch Katzen haben ein Zeitfenster, in dem die Weichen für die Zukunft gestellt werden. Die sogenannte sensible Phase, nicht nur für den Umgang mit Artgenossen, sondern auch für die Gewöhnung an den Menschen gültig, dauert etwa bis zum zweiten Lebensmonat. Dann ist der Grundstein fürs Leben gelegt.
Die Sünden vergangener Zeiten
Wenn ich hier über das gar nicht so unbrisante Thema der Einzelhaltung schreibe, so tue ich dies keinesfalls, ohne nicht auf ernüchternde Selbsterfahrung zurückblicken zu müssen – leider. Vor mehr als 30 Jahren besaß auch ich eine Einzelkatze, war beruflich sehr engagiert, und die wenigen freien Abend und Wochenendstunden musste meine arme Tigerdame, die in einem Nürensdorfer Pferdestall das Licht der Welt erblickt hatte, mit Abendsitzungen, Einkaufsaktivitäten, Fitnessstudio, Tête-à-Tête-Nachtessen, Theaterbesuchen, Skiweekends und sonstigen auswärtigen Hobbys teilen. Da blieb nicht mehr viel Zeit für kuschelige Schmusytime. Natürlich freute ich mich, wenn sie mich abends hocherhobenen Schwanzes und gurrend, den Tauben gleich, empfing. Natürlich gab es feine Häppchen als Trostpflästerchen für einsame getigerte Miezestunden. Natürlich liebte ich die knuddeligen Einschlafminuten mit ihr und das Aufwach-Szenario, wenn sie mir Bauch aufwärts unermüdlich stämpfelnd und unüberhörbar schnurrend kundtat, dass die dunkle Nacht ein Ende hatte. Diese Stunden waren zweifelsfrei ein Hochgenuss für beide. Wie schlimm mag dagegen jener Moment für die pelzige Weggefährtin gewesen sein, wenn die Tür für viele Stunden unwiderruflich ins Schloss fiel. Dazumal war das Einzäunen eines Balkons oder das Vergittern der Fenster noch nicht so üblich wie heute, wo es fast schon als selbstverständlich gilt. So blieben aus lauter Angst, dass meiner kleinen Herzensfreundin während meiner Abwesenheit etwas passieren könnte, Tür und Fenster für sie geschlossen. Schließlich wollte ich sie, nach deren Gesellschaft ich mich monatelang gesehnt hatte, nicht durch ein Unglück verlieren. Zurück blieben 50 m2 Wohlstandsstereotypie – Rolf Benz 2-Sitzer auf Hirtenteppich, zwei Fellmäuse artig darauf drapiert. Die liebevoll selbst getöpferten Keramikschalen mit Katzenöhrchen, randvoll gefüllt, blieben meistens bis zu meiner abendlichen Rückkehr unangetastet. Die Mäuse auch. Dem Katzengras im blauen Übertopf mit lustigem Aufdruck „happy cat“ ward kein Halm geknickt. Einzig der Platz vor dem Wassernapf zeigte Schlabberspuren. Kummer lässt die Freude am Essen und Spielen bekanntlich vergehen. Der Gedanke an dieses Szenario macht mir noch heute, viele Jahrzehnte danach, Bauchweh sondergleichen. Parallelen in meinem Umfeld lassen dieses damalige Horrorszenario immer wieder aufs Neue aufleben.
Die Quittung
Kuschel, die kuschelige Vereinsamte, hinterließ mir eines schönen Tages einen langen Brief in Form einer riesengroßen Pfütze. Sie schrieb: „Du lässt mich nun schon seit Monaten zwischen zehn und vierzehn Stunden allein. Ich habe keinen Auslauf, keine frische Luft, kann keinen Schmetterling fangen und kann nicht in Erde buddeln. Ich habe tagsüber noch nicht einmal einen Balkon, von dem aus ich wenigstens die Nachbarschaft grüssen kann. Keinen Artgenossen kriege ich jemals mehr zu Gesicht. Geschweige denn habe ich einen eigenen weichen Katzenkumpel, an den ich mich reiben kann. Tagaus, tagein das gleiche gähnende Allerlei und dieselbe Leier. Wenn du nach Hause kommst, bist du müde. Trotzdem, du räumst auf, putzt, gießt die Pflanzen, kochst, richtest deine Kleider für den nächsten Tag. Du schaust Fernsehen, liest die Zeitung, trinkst ein Glas Wein, telefonierst mit Gott und der Welt und fällst dann wie eine gefällte Tanne ins Bett. Natürlich, du fütterst mich, reinigst meine Hinterlassenschaft, säuberst meinen Kratzbaum, der für mich alleine sowieso viel zu groß ist, nimmst mich auf den Arm, wirfst mir mal die Fellmaus zu, in der Meinung, ich raste dann gleich vor Freude aus, streichelst mich und sagst mir, dass ich dein Ein und Alles bin. Behandelt man so sein Ein und Alles? Ich bin einsam.“ So schrieb die Katze. Der Mensch besah sich die hässliche Pfütze und las: „Du bist eine Bauernkatze. Diese Sorte bleibt immer ein bisschen unsauber, ihr Leben lang. Zudem bist du undankbar. Du hast den Himmel auf Erden: eine schöne Wohnung, einen Mammutkratzbaum, Spielzeug zum Umfallen, ein 5*****-Essen und ein Frauchen, das nur dein Bestes will. Als geborene Einzelgängerin döst du sowieso den ganzen Tag vor dich hin, deshalb merkst du gar nicht, ob ich zu Hause bin oder nicht. Und wenn ich mal eine Nacht wegbleibe – das geht auch wieder vorbei. Trotzdem pinkelst du mir in die Wohnung. Du bist wohl ein Fall für den Katzenpsychiater.“ Diese „Korrespondenz“ ging über Jahre hin und her. Die Fellfreundin wollte etwas eindrücklich sagen, das ihre zweibeinige Mitbewohnerin nicht verstand. In ihrer Hilflosigkeit erhöhte die Katze ihre Pinkelattacken von Woche zu Woche. Die Nerven der Katzenfreundin lagen blank. Die stereotype Wohlstandseinrichtung war inzwischen ramponiert. Ich hielt Kuschel trotz allem die Treue und sie mir notgedrungen ebenfalls. Hätte sie Freilauf gehabt, sie hätte mir wohl den Rücken für immer und ewig gekehrt, wer weiß. Nach drei Jahren „Rosenkrieg“ wechselte ich mit Kuschel freudig erregt mein Domizil: 5 1/2 Zimmer, drei Balkone, alle eingezäunt, mit Kletter- und Kratzgelegenheit, die Fenster katzensicher vergittert. Katzenherz, was begehrst du mehr? Meine beruflichen Aktivitäten nahmen nochmals an Zeitintensität zu, und mein Privatleben erfuhr eine Wende, sodass ich auch hier mehr denn je engagiert war. Hinzu kamen tage- und wochenendweise Abwesenheiten. Zweimal täglich eine Fütterung und einige Streicheleinheiten von fremder Hand waren während dieser Absenzen meine „großzügige Geste“ an meine pelzige Herzensdame, denn es sollte ihr ja an nichts fehlen. Sie ihrerseits schrieb mir am neuen Domizil nicht nur Briefe, sondern halbe Romane, die sie in der ganzen Wohnung – unter ihren persönlichen kätzischen Gesichtspunkten sorgfältig ausgewählt – „deponierte“.
Ich verstand die Welt nicht mehr.
Die Wende
Mir dämmerte es erst, wo das Problem lag, als ich den Schritt in die Selbstständigkeit wagte und meine beruflichen Aktivitäten ins Haus verlegte. Kuschel schrieb fortan keinen einzigen Brief mehr an mich – noch nicht mal eine schnöde Postkarte. Stattdessen lernte sie den PC beherrschen, löschte Text, den sie für nicht gut befand, wärmte meine Knie auch bei 30 Grad im Schatten, machte zirkusreife Purzelbäume unterm Schreibtisch, spickte mir die Fellmaus in den Kaffee, frisierte mein Haupthaar, funktionierte mich zu ihrem Kratzbaum um, redete ununterbrochen auf mich ein, als wolle sie fünf verpasste Jahre nachholen, und probierte von Rhabarberkuchen bis zu Grünkohl mit Pinkel (für Nichtkundige: eine spezielle Wurst aus Norddeutschland) die ganze kulinarische Palette von meinem Teller. Kuschel trug fortan ein breites, sattes Lächeln auf dem Gesicht. „Endlich Mensch – du hast verstanden!“
Nur ein Fall von Tausenden
Was ich Ihnen hier so locker erzählt habe, ist ein todernstes Kapitel: Die Haltung einer einzelnen Katze bei voller Berufstätigkeit kommt einer Einzelhaft gleich. Das sehe ich nach meinen Jugendsünden ganz klar; für mich käme niemals mehr die Haltung einer einzigen Katze infrage. Und selbst dann nicht, wenn ich in die wohlverdiente Pension ginge. Die Mehrkatzenhaltung ist einfach im Hinblick auf das Tier artgerechter (und übrigens auch für dessen Besitzer/in eine viel spannendere Angelegenheit). Mir fehlen zwar statistische Zahlen, doch ist davon auszugehen, dass unzählige Einzelkatzen in Haushalten leben und den ganzen Tag nicht betreut werden. Das führt zwangsläufig zu Vereinsamung, Stumpfsinn, absonderlichem Verhalten, Ersatzhandlungen, mitunter seelisch ausgelösten Krankheiten oder vielfach auch zu Unsauberkeit, wie Sie aus meinem Bericht erfahren konnten. Das Wildtier Katze hat eine gewaltige Leistung vollbracht, um vom unabhängigen Jäger zum abhängigen Stubenfreund zu mutieren, der in vielen Fällen in die Rolle als Kinder- oder Partnerersatz rutscht und so im weitesten Sinne zur Lebenshilfe wird. Allein schon aus diesem Grund hat die Katze es verdient, dass der Mensch auch ihren tierischen Bedürfnissen gerecht wird. Denn trotz ihrer Domestikation ist sie tief in ihrem Innern ein Wildtier geblieben, was man ja unschwer an Katzen mit Freilauf feststellen kann, wenn es ums Jagdverhalten geht. Wie will sie ihre vielfältige Körpersprache einsetzen, wenn sie für den Rest ihres Lebens keinen Artgenossen hat? Zugegeben, sie tut es in gewissem Masse im Zusammenleben mit dem Menschen. Doch wie will sie mit ihm „reden“, wenn er nie zu Hause ist? Wie will der Mensch im Gegenzug die Psyche der Katze sowie ihre reichhaltige Gebärdensprache und Lautäusserungen interpretieren lernen, wenn er sie nur zwischen „Tag und Traum“ zu Hause antrifft, wo allabendlich unzählige Aktivitäten seine schmale Freizeit in Anspruch nehmen? Wie will die Katze ihr Defizit an Erkundungsdrang wettmachen, wenn sie ihr Leben lang ein begrenztes häusliches Umfeld vorfindet, in dem sich über Jahre nichts verändert? Viele Katzenbesitzer/innen kaufen nun vor allem ihren Einzeltieren in bester Absicht jede Menge Spielzeug, das achtlos in der Ecke liegt. Was sich nicht bewegt, erweckt kaum Interesse. Allabendliches aktives Spielen – und das, so lange die Katze es möchte – ist angesagt, um die Jagdmotivation lebendig und Körper und Geist beweglich zu halten. Die Katze als dämmerungsaktiver Jäger nimmt eine solche Animation mit großer Freude an und wird Ihnen das mit geistiger und körperlicher Vitalität danken. So hätte sie zumindest ein Highlight in ihrem tristen Leben. Doch viele Berufstätige setzen ihre Prioritäten anders, und die Katze kommt selbst in den wenigen gemeinsamen Stunden einfach zu kurz. Sie degradiert zum fünften Rad am Wagen und wird ein Teil des Inventars.
Ganz fatal ist es, wenn ihr dann auch noch der Sprung ins warme Bett verwehrt wird, wo die vereinsamte Katzenseele für einige Stunden Wärme und Geborgenheit beim Ersatzartgenossen auftanken könnte. Selbstverständlich ist es eine Frage der persönlichen Einstellung, ob die Katze mit ins Bett darf oder nicht.
Ein Anspruch darauf ist nicht tierschützerisch verankert. Ich meine nur, dass die Einzelkatze – so sie denn unbedingt bei voller Berufstätigkeit sein muss – ein enormes Manko an Zuwendung hat. Der Zutritt zum Schlafgemach brächte hier ein Stück Wiedergutmachung. Es mag viele berufstätige Katzenfreunde geben, die sich vorbildlich mit ihrem Tier in ihrer schmalen Freizeit beschäftigen und es in ihren Lebensalltag optimal einbinden.
Ich spreche jedoch jene an, die dies aus Gedankenlosigkeit oder Unwissenheit heraus unterlassen. Denn eine unterbeschäftigte und unausgelastete Katze wird sich irgendwann in eine Ecke verkrümeln und resignieren. Resignation lässt am Sinn des Lebens zweifeln. Das wissen wir Menschen doch nur allzu gut.
Wenn Mieze vor der Tür steht
Nach einem solchen traurigen Hausszenario ist man versucht, den Freigänger um seine Position zu beneiden. Zugegeben, eine Katze mit freiem Auslauf bleibt vom eintönigen Wohnungseinerlei verschont. Sie trifft auf Artgenossen, kann die Umgebung erkunden, ihrem Jagdtrieb nachkommen, hat genügend Bewegung und physische wie psychische Reize. So weit, so gut. Doch kann man leider immer wieder beobachten, dass die Katze morgens mit ihrem Menschen das Haus verlässt und nicht mehr frei wählen kann, ob sie ins Haus zurück will oder nicht. Ich hatte einen solchen Fall in meiner unmittelbaren Nachbarschaft, den ich Ihnen gerne kurz schildern möchte: Das Paar ging morgens zu früher Stunde aus dem Haus und entließ die Katze in die Freiheit. In die Wohnung zurück konnte sie erst, wenn ihre Menschen nach Hause kamen. Der Tagesrhythmus des jungen Paares war sehr unterschiedlich. So kam es, dass die Katze vom frühstmöglichen Zeitpunkt an abends artig vor der Haustür wartete, denn Katzen und Hunde haben eine innere Uhr. Manchmal wartete sie eine Stunde, manchmal zwei, manchmal auch vier und mehr. Die temporär Ausgesetzte zeigte ab diesem Zeitpunkt keinerlei Interesse mehr an ihrer freiheitlichen Umwelt. Sie kreiste sozusagen in der Warteschlaufe. Der Freilauf wurde für sie von Stunde zu Stunde mehr zur Qual, denn sie hatte nur noch eines im Sinn: „Wann kommen meine Menschen zurück?“ Dies zeigt sehr deutlich, dass auch Tiere mit dem viel gepriesenen Freilauf je nach Veranlagung eine enge Beziehung zum Menschen eingehen können, die ihr offensichtlich mehr als die Freiheit bedeutet. Alle meine Bemühungen, die Katze in den späten Abendstunden zumindest mit einem Häppchen zu versorgen oder sie bei ungünstigen Wetterverhältnissen an einem geeigneten Ort warm zu „parkieren“, schlugen fehl. Sie wollte ihre Menschen sehen oder auch einfach nur zurück in ihr Heim und nichts anderes, basta. Fatal wurde diese Situation an Wochenenden, wo die Katze oft bis zu 48 Stunden ohne häusliche Rückzugsmöglichkeit bzw. Betreuung blieb. Diskussionen über diese Situation fruchteten nichts.
Man konnte meine Meinung über diese nicht artgerechte Haltung leider nicht teilen. Für eine tierquälerische Haltung fehlten direkte Beweise. Solche Situationen zeigen, dass für manche Menschen der Freilauf einer Katze ein Freibrief ist, sich nicht um sie kümmern zu müssen, da man die Auffassung vertritt, die Freiheit regle die Bedürfnisse des Tieres schon. Dies ist jedoch bei an den Menschen gewöhnten Katzen ein fataler Irrtum, wie wir aus diesem Beispiel ersehen können. Tierbesitzer/ innen sind sich oft gar nicht bewusst, welche starken Gefühle und Abhängigkeiten sie bei einem Tier auslösen, wenn sie einen Vierbeiner ins Haus nehmen. Ich möchte ausdrücklich betonen, dass dies nicht nur für Katzen gilt.
Das Glück nach Maß
Als Züchterin bin ich sehr oft Menschen begegnet, die mit dem Wunsch nach einer Einzelkatze an mich herantraten. Bei Jungtieren bin ich darauf auch bei Nichtberufstätigen niemals eingegangen. Anders verhielt es sich bei erwachsenen Tieren, die mir im Laufe der Jahre signalisierten, dass sie beim besten Willen und allen Anstrengungen meinerseits in einer Gruppe nicht Fuß fassen konnten. Sofern es sich um Menschen fortgeschrittenen Alters mit genügend Freizeit handelte, habe ich hier eine Ausnahme gemacht und eine solche Katze auch mal alleine platziert. Interessant ist jedoch, dass genau diese Besitzer/innen, die genügend Zeit für ihr Tier hatten, nach einer Weile die Richtigkeit der Einzelhaltung ernsthaft hinterfragten. Oft standen dann aber der Platzierung einer weiteren Katze Verträglichkeitsgründe im Wege, und man musste den Gedanken leider Gottes fallen lassen. Zudem werden Einzeltiere, die von ihren Besitzern sehr viel Zuwendung erhalten, mit der Zeit egoistisch und wollen ungern teilen. Ich möchte zum Schluss doch noch ein Wort zur Zweikatzenhaltung verlieren: Die Tendenz, zwei Katzen zu halten, ist sehr verbreitet. Eben aus jenem Grund, weil viele Menschen inzwischen aufgeklärter sind und realisiert haben, dass die Einzelkatze eine „arme Socke“ ist. Mir ist jedoch die Zweikatzenhaltung ohne Freilauf auch nicht ganz geheuer. Ich möchte Ihnen auch sagen, weshalb: Nach meiner Erfahrung wählen zukünftige Besitzer/innen die Katzen gerne nach ihrem Aussehen, ungeachtet dessen, ob sie auch charakterlich gut zueinander passen. Es macht aber einen gewaltigen Unterschied ob Tiere einander innig zugetan sind oder sich einfach nur tolerieren. Die Haustierhaltung zwingt also nicht selten Katzen ein Zusammenleben auf, das sie freiwillig niemals in dieser Form wählen würden. Ein zweiter Aspekt: Tiere machen gleich dem Menschen eine persönliche Entwicklung durch. Hat man nur zwei Katzen, so zeigen sie vielleicht im Laufe ihres Lebens sehr unterschiedliche Bedürfnisse. Das, was anfangs sehr gut zusammenpasste, will auf einmal nicht mehr funktionieren. Hat man mehr als zwei Katzen, wird der Verlust eines Artgenossen von den Tieren besser verkraftet, da sie nicht plötzlich alleine zurückbleiben. Man gerät dann auch als Besitzer/in nicht sofort in Zugzwang, ein neues Tier anzuschaffen. Aus diesen Gründen neige ich mehr denn je zur Dreikatzenhaltung, wo immer es von den Platzverhältnissen und natürlich auch von der finanziellen Lage her geht.
Geben Sie Ihrer Katze Anreize
Ob nun eine, zwei oder mehr Katzen, ich kann Ihnen versichern, dass es unwesentlich ist, ob Sie über eine
3-Zimmerwohnung oder ein ganzes Haus verfügen. Wichtig ist, welche Rückzugs- und Beschäftigungs-möglichkeiten Sie Ihren Tieren bieten, und wie artgerecht Sie Ihre Wohnung für die Katze(n)einrichten. Bitte bedenken Sie, dass eine Katze, die durch die Wohnungshaltung ihrer natürlichen Freiheit beraubt wird, ein Umfeld braucht, das ihren Bedürfnissen gerecht wird und immer wieder neue Anreize bietet. Machen Sie auch nicht den fatalen Fehler zu glauben, wenn die Katze vor sich hindöse, sei sie nicht für ein Spielchen zu haben. Bringen Sie also ruhig immer wieder Veränderungen und Action ins Haus. Nehmen Sie zum Beispiel eine Kartonschachtel (auch wenn sie nicht zur Einrichtung passt!), machen Sie eine kleine Öffnung, sodass die Katze bequem rein- und rausgehen kann. Legen Sie je nach Jahreszeit etwas Stroh, Laub oder trockenen Grasschnitt hinein. Sie wird diese Grube heiß lieben, denn sie weckt Urgefühle an Mutter Natur. Nutzen Sie Kartonschachteln auch als Spiel- und Erkundungsmöglichkeiten. Werfen Sie achtlos eine Papiereinkaufstasche ohne Henkel (darin kann sich die Katze verfangen und – in Panik geratend – nicht mehr herausfinden), ein paar Bogen zerknülltes Seidenpapier oder Zellophanfolie hin. Lassen Sie ein paar Tischtennisbälle durch die Wohnung hüpfen – auf Steinboden oder in der Badewanne der wahre Hit! Schneiden Sie ein Stück strapazierfähigen Stoff, meinetwegen in Herzform, doppelt zu, lassen Sie beim Zunähen ein kleines Stück für die Füllung offen. Nehmen Sie ein großes Stück Watte, das den Stoff prall ausfüllt, geben Sie einige Fingerspitzen Baldrianwurzel hinein (in der Apotheke erhältlich). Geben Sie Watte mitsamt Baldrianfüllung in den Stoffbeutel, zunähen, und ab die Post. Ihre Katze wird durch die Räume tanzen, da wird Shakira vor Neid erblassen. Verstecken Sie ihre Lieblingstabs immer wieder an anderen Stellen, oder werfen Sie sie im hohen Bogen durch die Wohnung, damit sie den Schmaus erhaschen muss. Der Fantasie sind keine Grenzen gesetzt. Es reicht nicht, einen Kratzbaum aufzustellen, an dem leblose Mäuslein baumeln. Die Lust an solchen Animationen erschöpft sich schnell. Sie müssen sich einbringen ins Spiel. Das macht Ihrem Tiger Freude. Übrigens, wie relativ die Anzahl Katzen sein kann, erfuhr ich kürzlich wieder einmal durch meine Freundin aus Schweden, die mich für eine Woche besuchte. Als ehemalige Züchterin besaß sie, als sie mit dem Züchten aufhörte, siebzehn Katzen, allesamt im Alter zwischen 21 und 8 Jahren. Innert drei Jahren hat sie nun dreizehn Tiere verloren – ein absolutes Horrorszenario. Bei ihrem Besuch sagte sie mir traurig: „Es kommt mir so vor, als hätte ich keine Katzen mehr. Meine Wohnung ist trotz der vier Katzen eine einzige gähnende Leere.“ Und ich versuche hier, Sie mit viel Überzeugungskraft zur Anschaffung einer zweiten Katze zu überreden … Geben Sie also Ihrem Herzen einen Ruck und Ihrer Katze einen Artgenossen
Die British-Kurzhaar-Katze
Die Idee, dass die gewöhnliche kurzhaarige englische Haus- und Straßenkatze zur Rassekatze erhoben werden könnte, hatte gegen Mitte des vergangenen Jahrhunderts ein gewisser Mr. Weir, ein vornehmer englischer Herr, der als erster professioneller Katzenzüchter in die Geschichte eingegangen ist.
Auf der ersten, nach strengen Kriterien abgehaltenen Katzenausstellung, die 1871 in London stattfand, wurde die einstige Hauskatze unter dem patriotischen Namen British (Brite) präsentiert und kam sehr gut beim Publikum an.
Die Popularität der Briten war im Laufe der Jahre einigen Schwankungen unterworfen. Zu Beginn gleich bleibend und triumphal, nahm sie in den ersten Jahren dieses Jahrhunderts ab, als die Perserkatze nach Europa eingeführt wurde. Dann nahm sie wieder zu, um zwischen den Ruinen der zwei Weltkriege erneut einzubrechen. Unmittelbar nach Kriegsende erlebte sie jedoch einen neuen Aufschwung, gestärkt durch ein neues Zuchtprogramm, das getreu der Maxime, dass man sich seinen Feind, wenn er stärker ist, zu seinem Verbündeten machen sollte, Kreuzungen mit der Perserkatze vorsah.
Heute werden die Rassemerkmale die Brite als zufrieden stellend betrachtet und sind genau festgelegt.
Die BKH ist recht verbreitet und erfreut sich allgemeiner Beliebtheit.
Im Jahre 1800 war die Brite noch eine gewöhnliche, vielfach herrenlose Katze. Und bis heute hat sie nun nicht mehr durch zufällige Kreuzungen, sondern durch gezielte, von erfahrenen Züchtern durchgeführte Paarungen, die besten Körper- und Verhaltensmerkmale der gewöhnlichen Hauskatze bewahren können.
In erster Linie die Robustheit, welche die solide Körperstruktur sofort vermuten lässt, findet in der eisernen Gesundheit der Briten Bestätigung und wird vom stets anständigen Charakter des Tieres eigentlich nur noch unterstrichen.
Die Britisch Kurzhaar ist eine abgehärtete, zähe Katze, die sich in jeder Situation zurechtfindet. Ihr Körper ist massiv, aber gut proportioniert. Ihre Beine sind kurz und stämmig, die Brust breit, der Hals kurz und kräftig, im Gesamteindruck entspricht ihr Körperbau dem mittelschweren Typ.
Obwohl sich die Brite gewöhnlich ruhig und besonnen bewegt, zeigt sie, wenn dies erforderlich ist, eine außergewöhnliche Gewandtheit und blitzartige Reflexe. Das kurze, aber dichte Fell mit voller Unterwolle isoliert und schützt wirkungsvoll vor Kälte und Feuchtigkeit. Damit kann die Brite das schlimmste Unwetter ohne Schaden über sich ergehen lassen, etwa wenn sie gerade auf der Jagd ist.
Sie ist ein ausgezeichneter Jäger geblieben. Trotz des bequemen Lebens in unseren Heimen haben die Briten also nicht verlernt, sich selbst im Freien zurechtzufinden und auf sich eigenständig aufzupassen.
Ihr Frauchen oder Herrchen muss sich also daran gewöhnen, dass sie sich gelegentlich auf und davon macht, um ihrem Jagdinstinkt nachzukommen. Heute ist eine große Zahl von Varietäten anerkannt, darunter einfarbige, zweifarbige einschließlich Schildpatt, dreifarbige und Colourpoint. Von ihnen sind einige so charakteristisch, verbreitet und anerkannt, dass sie oft für eine eigene Rasse gehalten werden.
Das gilt zum Beispiel für die Briten Tabby, die es in drei Varietäten gibt:
Silver Tabby; Non Silver Tabby sowie Golden Tabby.
Schwarz ist die einfarbige Ursprungsform; das bedeutet, dass die anderen drei einfarbigen Hauptfärbungen (blau, chocolate, lilac) zufällig oder planmäßig aus schwarz gewonnen wurden, durch aufeinander folgende Mutationen oder geeignete Genneukombinationen.
Neben der schwarzen Brite gibt es von dieser Rasse noch eine besonders angesehene blaue Varietät (British Blue), die sehr oft als Kartäuser bezeichnet wird, aber mit der schlankeren Rasse Chartreuse nicht verwechselt werden darf. Bei der Rasse Chartreuse sitzen die Ohren höher am Schädel, die Nase ist etwas länger und sie ist höher auf den Beinen, so dass eine Verwechslung ausgeschlossen werden kann.
Es gibt wenige Katzen, die anpassungsfähiger sind als den Briten. Sie ist ruhig, selbständig und braucht keine übermäßige Pflege. Sie fürchtet keine Kälte und als fähiger Jäger auch keinen Hunger. Wenn man sie ihr Leben relativ frei führen lässt, ist sie eine stille, zurück<wbr>haltende Gefährtin, völlig problemlos, außer vielleicht, das sie einem manchmal ihren Beutefang schenken will. Dann sollte man diesen bereitwillig annehmen und sie loben. Es ist nichts anderes als ein Zeichen der Achtung und ein Mittel um eine Bindung zu festigen. Trotz ihres ausgeprägten Unabhängigkeitssinnes können Briten zu allen Familienmitgliedern, einschließlich der Kinder eine aufrichtige, treue Beziehung aufbauen. Dabei bevorzugen sie eigentlich keine bestimmte Person. Dies könnte aber auch bedeuten, dass sie im Grunde keinen Herrn wirklich akzeptieren. Ihre sozialen Bindungen sind so fest wie nötig und beruhen vielmehr auf gegenseitigem Respekt und auf Sympathie, man könnte es ein Verhältnis zwischen gleichberechtigten Partnern nennen. Unter diesem Gesichtspunkt unterscheiden sie sich klar von anderen Rassen, vor allem von den orientalischen Rassen, die dazu neigen, ihre Zuneigung ausschließlich einer einzigen Person zu schenken.Doch darüber darf man sich eigentlich nicht wundern; bei den Gefühlen, wie bei allen anderen Dingen des Lebens verliert die Brite nie den Sinn für das richtige Maß und genauso wenig ihre angelsächsische self-control.
Wie erkenne ich einen seriösen Züchter?
Kaufen Sie nie bei Züchtern, die mit und ohne Stammbaum anbieten!
Das sind unseriöse Züchter! Auch Katzen mit Mängel bekommen einen Stammbaum!
Eine Fehlfarbe ist kein Grund für fehlende Papiere, die Katze bekommt vielleicht einen Sperrvermerk, dass sie nicht zur Zucht eingesetzt werden darf, aber sie hat einen Stammbaum!
Es könnte sein, dass man Auflagen und Zuchtbestimmungen des Vereins umgeht.
So erhalten z.B. Züchter, die eine ansteckende oder tödliche Krankheit (die nicht unbedingt sichtbar sein muss) im Zwinger haben, keine Stammbäume bis nachgewiesen ist, dass alle verbleibenden Katzen völlig gesund sind.
Wenn die Zuchtkatze keine Schonzeit hatte und in zu kurzen Abständen Babys bekommt, auch dann werden keine Stammbäume ausgestellt.
Vielleicht ist der Züchter sogar gerade aus dem Verein ausgeschlossen worden, wegen Verletzungen der Auflagen und Zuchtbestimmungen.
Lassen Sie sich den Verein nennen und rufen Sie dort an!
Kaufen Sie niemals aus Mitleid!
Sollten Sie an einen unseriösen Züchter geraten, bei dem die Tiere offensichtlich nicht artgerecht gehalten werden, wie z.B. Käfighaltung, so wenden Sie sich an einen Tierschutzverein.
Durch den Kauf einer solchen Katze haben Sie vielleicht diesem Tier geholfen, aber wieder Platz für neue Babys geschafft.
Auch wenn 10 Katzen in einer Wohnung leben riecht man es nicht!
Wenn natürlich ein potenter Kater der Zucht angehört und sich frei in der Wohnung "spritzenderweise" wohlfühlt, sind Geruchsbelästigungen nicht immer vermeidbar.
Die Katzen sollten gesund, munter und zutraulich sein. Verklebte Augen, kahle Stellen und ein schmutziger Po sind eindeutig Krankheitszeichen.
Natürlich kann überall einmal eine vorübergehende, ungefährliche Infektion bei einem Tier auftreten. Sollte dies der Fall sein, kommen Sie zu einem späteren Termin wieder und überzeugen Sie sich, dass alles wieder in Ordnung ist.
Jeder seriöse Züchter wartet, bis die Babys wieder wohlauf sind. Erst dann können Sie das Kitten bekommen!
Ein krankes Kitten wird nicht dem Stress der Abgabe ausgesetzt!
Lassen Sie sich nicht drängeln, verlieben Sie sich!
Sie müssen sich in eine Katze verlieben, eine Katze lebt 10 bis 20 Jahre und da muss die Chemie schon stimmen.
Sagen Sie lieber nein, bevor Sie eine später ungeliebte Katze bei sich aufnehmen.
Jeder seriöse Züchter gibt Ihnen gerne ein paar Tage Bedenkzeit oder verweist Sie an einen befreundeten Züchter, damit Sie "Ihre" Katze finden. Nehmen Sie das Kitten auch nicht gleich beim ersten Besuch vom Züchter mit.
Lassen Sie sich Zeit und besprechen alles in Ruhe mit Ihrer Familie.
Lassen Sie sich die Eltern zeigen
Viele Züchter haben keinen eigenen Kater, da es oft nicht möglich ist mit einem "spritzenden" Kater zusammenzuleben. Aber die Mutter muss da sein! Es wäre sonst möglich:
- dass die Kätzin gestorben ist. Dann heißt es Vorsicht, es könnte eine ansteckende Krankheit sein.
- Lassen Sie sich die Nummer des Tierarztes geben und überprüfen Sie die Angaben des Züchters.
- dass die Mutter krank oder ungepflegt ist, auch dann sollten Sie hier keine Katze kaufen
- dass Sie an einen Händler geraten sind, der Jungtiere aufkauft und dann weiterverkauft
- dass die Mutterkatze abgegeben wurde
Kein seriöser Züchter verkauft eine Mutterkatze, die kleine Babys hat. Natürlich werden manchmal Mütter zusammen mit einem Baby verkauft, jedoch frühestens wenn die Kitten 12 Wochen alt sind.
Fragen Sie genau nach, warum und wohin das Tier abgegeben wurde.
Lassen Sie sich die Nummer des neuen Besitzers geben und überprüfen Sie die Angeben des Züchters.
Schauen Sie sich die Wohnung genau an!
Sollte Sie jemand in ein sauberes Wohnzimmer setzen und dann verschwinden, um Ihnen verkäufliche Tiere zu holen, ist Vorsicht geboten!
Fragen Sie nach dem Grund, warum Sie nicht die Katzen dort besuchen dürfen, wo die Katzen leben.
Ein seriöser Züchter hat nicht zu verbergen und wird Ihnen alles zeigen.
Oft werden aber die Kleinen noch in den ersten Lebenswochen separat gehalten, da die Kitten noch nicht geimpft sind. Sie dürfen dann nicht zu den Kleinen hineingehen aber bestimmt mal einen Blick in die Kinderstube werfen. Wird Ihnen aber jeglicher Einblick in die Kinderstube verwehrt, rechnen Sie immer mit dem Schlimmsten (evtl. Käfighaltung). Gehen Sie zu einem anderen Züchter.
Auch wenn die Wohnung keine typischen Gebrauchsspuren hat, wie Kratzer in der Tapete oder am Sofa, ein grosser abgewetzter Kratzbaum fehlt oder die Tiere sich unsicher sind, ist es ein Zeichen dafür, dass die Katzen normalerweise nicht mit der Familie zusammen wohnen, sondern nur für Ihren Besuch mal das Wohnzimmer betreten dürfen.
Kaufen Sie niemals in Zoogeschäften oder bei Tierhändlern!
Jedem organisierten Züchter ist es verboten, Jungtiere an Zoogeschäfte und Tierhändler abzugeben, da es Tierquälerei ist und diese Tiere oft verhaltensgestört sind. Gute Zoogeschäfte können Ihnen vielleicht bei der Suche helfen, da sie oft Züchter kennen, die ihr Futter und ihr Streu dort kaufen.
Müssen Rassekatzen eigentlich so teuer sein?
Diese Frage mag sich vielen Katzenliebhabern stellen, die sich zum Kauf einer Rassekatze entschließen. Inspiriert durch den Besuch einer Rassekatzen-Ausstellung oder durch einen Artikel in einer Katzenzeitschrift, kommt bei vielen der Wunsch auf, auch eines dieser schönen Tiere zu besitzen. Eifrig werden die Kleinanzeigen im Tiermarkt oder in gängigen Katzenzeitschriften gewälzt oder es wird bei einem Verband direkt nach Jungtieren angefragt. Schnell können sich Unmut und Enttäuschung breit machen angesichts der, so scheint es, horrenden Preisvorstellungen der Züchter. Und so mancher wird sich fragen, wieso er viele hundert EURO für ein so genanntes Liebhabertier hinlegen soll, wo er doch weder züchten noch ausstellen will und der Stammbaum letztendlich in der Ablage verstauben wird. Schnell ist man sich einig, dass Züchter wohl unheimlich geldgierig sein müssen und sich an ihren Jungtieren eine goldene Nase verdienen.
Aber zum Glück gibt es da ja auch noch zahlreiche "Züchter", die ihre Tiere zu Niedrigpreisen unter die Leute bringen. Deren Tiere haben auch einen Stammbaum, kosten aber oft nur halb so viel wie die Katzen eines einem Verband angeschlossenen Züchters. Was steckt hinter solchen eklatanten Preisunterschieden? Eine artgerechte Haltung und Aufzucht von Tieren hat ihren Preis. Daher muss bei Billigangeboten grundsätzlich davon ausgegangen werden, dass Schleuderpreise nur möglich sind, weil Elterntiere wie Welpen sie teuer mit ihrer physischen und psychischen Gesundheit bezahlen. Bei diesen bedauernswerten Tieren handelt es sich oft um "Produkte" aus Massenzuchten, die einzig Vermehrung und Verkauf zum Ziel haben. Die Muttertiere werden durch zu frühe und viel zu häufige Bedeckung schamlos ausgebeutet, bis sie geschwächt und ausgemergelt sterben, bei der Verpaarung der Elterntiere finden Gesundheit, Qualität und Charakter keine Beachtung und von einer medizinischen Grundversorgung der Tiere kann nicht ausgegangen werden. Sie käme zu teuer. Darüber hinaus werden die Welpen oft viel zu früh (vor der 13. Lebenswoche) abgegeben - so kann das Muttertier gleich wieder gedeckt werden. Dass Jungtiere, die unter solchen Umständen gezeugt und aufgezogen werden, meist krank und schwach sind, kann sich selbst ein Laie denken. Falls das Kleine die ersten Wochen bei seinem neuen Besitzer überlebt, kommen auf diesen oft horrende Tierarztkosten zu, die den Betrag, den ein Züchter unseres Verbandes für eines seiner Jungtiere verlangt hätte, bei weitem übersteigen. Unter Umständen werden solche Tiere nie ganz gesund, was nicht nur teuer ist, sondern auch viel Kummer für den einzelnen bedeutet.
Alle Züchter, die einem Verband angehören, unterliegen den Zuchtrichtlinien, die eng am Tierschutzgesetz ausgerichtet sind. Die Verbände regeln ebenso das Mindestalter für die Erstdeckung des Muttertieres und die Häufigkeit der zugelassenen Deckungen, wie die medizinische Versorgung (Impfungen, Wurmkuren) und das frühestmögliche Abgabealter der Jungtiere. Hierdurch sind optimale Bedingungen gewährleistet, aus denen gesunde und psychisch stabile Tiere hervorgehen. Spätestens an dieser Stelle müsste klar sein, dass ein artgerechter und verantwortungsvoller Umgang mit Tieren seinen Preis hat. Verlangt ein Züchter nun einige hundert EURO für sein Jungtier, so hat er mit diesem Betrag oft nur knapp die Kosten gedeckt, die er bisher für das kleine Kätzchen hat aufbringen müssen: Angefangen bei den Deckkatergebühren, über die medizinische Versorgung von Muttertier und Kleinen, bis hin zum qualitativ hoch stehenden Futter, das eine optimale Grundversorgung gewährleistet. Krankheiten nicht mitgerechnet, vor denen auch ein noch so verantwortungsbewusster Züchter nicht gefeit ist. Ein Geschäft ist mit dem Verkauf der Tiere daher kaum zu machen! Werden Jungtiere zu auffallend günstigen Preisen angeboten, so ist davon auszugehen, dass dies nur möglich ist, indem ihre körperlichen und seelischen Bedürfnisse grob missachtet wurden.
Nur wer billig produziert, kann auch billig verkaufen!
Den Preis zahlen in erster Linie die Tiere! Aber auch die neuen Besitzer kommen in den seltensten Fällen preisgünstig davon. Die einzigen, die zufrieden aus dem Geschäft hervorgehen, sind skrupellose Geschäftemacher, die durch den Verkauf nicht nur profitierten, sondern auch Platz für neue Ware geschaffen haben. Die tragische Lebensgeschichte einer Billigkatze kann man auf der Webseite "Buffy`s Tagebuch nachlesen. Einfach auf den Link klicken.Ich möchte mal den Menschen sehen, dem beim lesen dieser Leidensgeschichte keine Tränen in den Augen stehen.
Was das neue Kätzchen eigentlich so alles braucht?
Tipps zur Anschaffung einer Katze
Wenn Sie sich entschlossen haben, künftig mit einem Stubentiger Ihr Heim zu teilen, benötigen Sie einige grundlegende Utensilien. Bitte stellen Sie sämtliches Zubehör vor der Ankunft der Katze bereits an den vorgesehenen Platz. Sie erleichtern ihr das Eingewöhnen, wenn es nicht ständig unnötige Veränderungen gibt.
Transportkorb
Für den Transport Ihrer Katze zum Tierarzt, Urlaub usw. ist am besten ein stabiler Kunststoffbehälter (ein so genannter "Kennel") geeignet, da er leicht zu tragen und zu reinigen ist. Achten Sie beim Kauf darauf, dass der Behälter auch groß genug für ein ausgewachsenes Tier ist. Besonders praktisch sind Kennel, die sowohl vorne als auch oben zu öffnen sind. Diese erleichtern dem Tierarzt die Arbeit mit scheuen oder verängstigten Katzen.
Katzentoilette & Zubehör
Eine Katzentoilette ist unerlässlich, auch wenn Ihre Katze Auslauf ins Freie hat. Die Faustregel lautet mindestens ein Katzenklo pro Katze. Im Idealfall ist ein Katzenklo mehr als Katzen vorhanden. Katzen können sehr heikel sein, was die Sauberkeit ihrer Toilette angeht. Bei den Katzentoiletten gibt es verschiedene Ausführungen, z. B. mit Deckel, Filter oder Einstiegsklappe. Praktisch ist eine Plastiktoilette mit Deckel, aus ihr kann beim Herumscharren in der Katzenstreu nicht so viel herausfliegen. Als Streu verwenden Sie zunächst am besten, was die Katze schon vom Züchter (oder Tierheim) gewohnt ist. Torf, Sägemehl und Papierschnitzel sind nicht zu empfehlen, da sie den Geruch nicht binden und im Fell hängen bleiben. Empfehlenswert sind auf Naturbasis hergestellte und biologisch abbaubare oder kompostierbare, Klumpenbildende Streusorten, da hier nicht täglich die ganze Streu, sondern nur die gebildeten Klumpen entfernt werden müssen. Benutzte Streu sollte nicht ins WC geschüttet werden. (Verstopfungsgefahr) Klumpstreu ist im Verbrauch sparsamer und vor allem hygienischer. Sie sollten nicht mit der Einstreu sparen, sondern immer mindestens 5 - 7 cm hoch einfüllen, damit das Geschäft gründlich verscharrt werden kann. Dadurch werden Gerüche schneller gebunden und die Entnahme der Klumpen erleichtert. Das Katzenklo ist einmal in der Woche mit heißem Wasser (ohne Spülmittel) zu reinigen. Zur Reinigung ist eine Schaufel mit Löchern optimal. Das "Geschäft" bleibt daran hängen und die saubere Streu fällt ins Katzenklo zurück. Um ein Verteilen der Streu in der Wohnung zu reduzieren, haben sich Vorlegematten mit Noppen bewährt.
Futter/Wassernäpfe
Sie benötigen jeweils einen Napf für Wasser, Trockenfutter und Nassfutter. Die Näpfe sollten möglichst dickwandig und standfest sein. Die Gefäße müssen selbstverständlich leicht zu reinigen sein, damit eventuell entstandene Keime und Bakterien sicher entfernt werden können. Plastiknäpfe können Allergien auslösen. Sie werden schnell unansehnlich und nehmen außerdem mit der Zeit Gerüche an, die die Katzen stören. Katzen bevorzugen zum Fressen flache Schalen. Trinknäpfe sollten möglichst groß sein. Inzwischen gibt es spezielle Trinkbrunnen für Katzen, die sehr gerne angenommen werden. Stellen Sie die Näpfe auf eine Unterlage (z. B. Tischset). Manche Katzen holen ihr Futter zuerst aus dem Napf und fressen es dann vom Boden.
Kratzbaum
Ein Kratzbaum ist in einem Katzenhaushalt unverzichtbar. Er schont Möbel, Wände, Teppiche und nicht zuletzt Ihre Nerven. Ihre Katze wetzt sich nicht nur die Krallen an ihm, sie nutzt ihn auch zum Spielen und Schlafen. Katzen müssen ihre Krallen regelmäßig schärfen. Da dies eine Instinkthandlung ist, kann sie nicht unterdrückt werden. Der Fachhandel bietet ein große Auswahl an Kratzbäumen, -brettern und -matten aus Sisal. Achten Sie beim Kauf auf die Qualität der verwendeten Materialien und die Verarbeitung! Wichtig ist, dass die Kratzgelegenheit stabil und der Platz für die Katze attraktiv ist. Besonders beliebt sind Deckenhohe Kratzbäume, an denen die Katze ihr Kletterbedürfnis ausleben kann. Die Kratzgelegenheit sollte mindestens so hoch sein, dass die ausgewachsene Katze sich daran zu ihrer vollen Länge ausstrecken kann. Wenn Sie handwerklich geschickt sind, können Sie einen Kratzbaum sehr gut auch selbst herstellen.
Futter
Der Fachhandel bietet ein großes Fertigfutterangebot an. Achten Sie auf die Qualität des Futters, egal ob beim Nass- oder beim Trockenfutter! Vermeiden Sie künstliche Aromastoffe und Futtersorten, die zum Großteil aus tierischen Nebenerzeugnissen hergestellt werden. Minderwertiges Futter wirkt sich negativ auf die Gesundheit der Katze aus. Qualitätsfutter muss nicht unbedingt teurer sein. Vergleichen Sie die Fütterungsmengen der Hersteller. Sie werden feststellen, dass man von einer Billigsorte erheblich mehr füttern muss, um die Katze mit den erforderlichen Nährstoffen zu versorgen. Ihre Katze sollte immer Zugang zu sauberem, frischem Wasser haben. Füttern Sie nicht direkt aus dem Kühlschrank. Schweinefleisch ist für Ihre Katze absolut tabu. Fisch darf nur gekocht und entgrätet gegeben werden. Fragen Sie Ihren Züchter oder das Tierheim nach einem Futterplan für Ihr neues Familienmitglied.
Schlaf-/Liegeplätze
Beliebte Schlaf- und Ruheplätze für Katzen sind: Sessel, Hocker, Fensterbänke, Schränke, Regale und natürlich, sofern Ihre Katze es darf, Ihr Bett. An solchen Orten können Sie der Katze eine waschbare weiche Wolldecke, ein Kissen oder Ähnliches zum Kuscheln hinlegen. Der Fachhandel bietet auch hier eine große Auswahl an Katzendecken, Stoffhöhlen oder Körben an.
Fellpflege
Langhaarkatzen brauchen eine regelmäßige tägliche Fellpflege, sonst verfilzt ihr Haar und das Kämmen wird zur Qual. Für Langhaarkatzen benötigen Sie spezielle Striegel und eine Bürste, damit lose Haare ausgebürstet werden können. Kurzhaarkatzen müssen nur zur Zeit des Haarwechsels gebürstet werden, damit sie nicht zu viele abgestorbene Haare verschlucken. Für die Durchblutung, als Massage und zur Hilfe beim Haarwechsel schadet das wöchentliche Bürsten auch ihnen nicht. Am besten benutzt man hierfür eine weiche Bürste und einen Kamm. Bürsten aus Naturborsten sind haut- und fellfreundlicher als Drahtbürsten. Bei den Kämmen ist es gut, wenn Sie einen gröberen und einen feineren Kamm sowie einen Flohkamm im Haus haben. Ebenso beliebt sind Gumminoppenbürsten oder Fellpflegehandschuhe. Damit können Sie das Bürsten mit Streicheleinheiten verbinden. Fragen Sie Ihren Züchter nach den speziellen Pflegeutensilien und –Ansprüchen Ihrer Katze. Er wird Sie sicherlich gerne bei der Körperpflege und bei dem Kauf von Kamm und Bürste beraten.
Krallenschere
Bei älteren, weniger aktiven Katzen ist eventuell das regelmäßige Kürzen der Krallen nötig. Benutzen Sie dazu eine spezielle Krallenschere, denn mit einer normalen Nagelschere splittern die Krallen. Lassen Sie sich die Vorgehensweise vorher einmal vom Tierarzt zeigen.
Spielzeug
Das Angebot reicht von Plüschmäusen in allen Variationen über Bällchen bis hin zu Federbüschen, Glöckchen und Spielangeln. Aber auch im Haushalt gibt es unzählige Dinge, die sich hervorragend zum Spielen eignen, wie Papierkugeln, Papprollen oder leere Schachteln. Ein Tischtennisball in der Badewanne oder in einer Schachtel lässt so manches Katzenherz höher schlagen. Achten Sie darauf, dass das Spielzeug nicht gefährlich, zu klein oder sogar giftig ist. Fäden, Nadeln, scharfkantiges Packband, Wollknäuel und Plastiktüten sind absolut ungeeignet. Achtung: Fäden, Schnüre, Angeln mit langen Bändern usw. sollten in Ihrer Abwesenheit für die Katze nicht zugänglich sein. Die Katze kann sich damit strangulieren!
Tierarzt
Zur Grundausstattung Ihrer Katze gehört auch das Wissen, wo ein Tierarzt Ihres Vertrauens seine Praxisräume hat. Leider passieren manchmal auch Unfälle und es vergeht wertvolle Zeit, wenn Sie dann erst nach einem Tierarzt suchen müssen. Vielleicht kann Ihnen ein Katzenbesitzer in der Nachbarschaft einen Tipp geben oder Sie schauen einfach im Branchenbuch nach und notieren sich Telefonnummer und Anschrift. Eine rechtzeitige Kontaktaufnahme ist empfehlenswert, denn Tierärzte sind nicht nur Helfer in Notfällen, sondern auch für die jährlichen Impfungen gegen Tollwut, Katzenseuche und Katzenschnupfen, Leukose und FIP zuständig. Vergessen Sie nicht rechtzeitig einen Kastrationstermin zu vereinbaren. Am Besten lassen Sie sich von Ihrem Züchter oder dem Tierarzt über den geeigneten Zeitpunkt beraten. Denken Sie auch an die regelmäßigen Entwurmungen der Katze.
Zeit
Zur Grundausstattung einer Katze gehören aber vor allem Liebe, Zeit und viele Streicheleinheiten. Nur ein in geordneten, liebevollen Verhältnissen aufwachsendes Kätzchen kann sich zu einem gesunden und psychisch stabilen Tier entwickeln, das seinem Besitzer viel Freude bereiten kann. Wenn Sie berufstätig sind und nicht viel Zeit für Ihren Stubentiger aufbringen können, sollten Sie ihm entweder einen zweiten Spielgefährten gönnen oder besser von dem Kauf Abstand nehmen.
Ihre neue Katze
Wenn Sie Ihr Zuhause mit einer Katze teilen wollen, gibt es mehr zu tun, als nur den richtigen Katzenzüchter im Telefonbuch herauszusuchen.
Vor allem stellt sich hier die Frage:
- Sind Sie in der Lage, Ihrer Katze ein guter Gefährte zu sein?
Aber auch folgende Punkte müssen überdacht werden:
- Was für Tiere leben bereits im Haushalt,und wie mögen sie auf den Neuankömmling reagieren?
- Wird die Katze ständig eingesperrt sein, weil Sie in einem hochgelegenden Ein-Zimmer-Appartment wohnen?
- Wenn die Katze nach draußen darf, ist es möglich, ein Katzentürchen an einer Tür oder einem Fenster anzubringen?
- Haben Sie die Zeit und die Geduld, einer bestimmten Katzenart die Fellpflege zu geben, die sie regelmäßig braucht?
- Können Sie für das Wohlergehen der Katze während Ihres Urlaubes Vorsorge treffen
- Können Sie die nötigen Mittel für die Grundausstattung, den täglichen Bedarf an hochwertigem Katzenfutter und die Kosten sowohl für vorbeugende Behandlungen als auch für unerwartete Zwischenfälle aufbringen?
Gefahren für Ihren Liebling
Backofen und Herd
Heiße Herdplatten und Backofentüren stellen für unsere Kletterkünstler eine sehr große Gefahrenquelle dar. Schwerste Verbrennungen an den Pfoten sind die Folgen dieser Bekanntschaft. Daher gilt, dass man niemals den Herd bzw. den Backofen unbeaufsichtigt lässt man kann notfalls die Küchentüre schließen, um zu vermeiden, dass die Katze doch in Berührung mit der Herdplatte kommt. Backofentüren sollten, wenn sie heiß sind, sofort wieder geschlossen werden. Ist eine Kochplatte noch heiß, so stellt man am besten einen Topf mit Wasser auf sie, so dass die Katze nicht mit der heißen Herdplatte in Berührung kommen kann.
Badewanne
Eine Badewanne ist für Katzen gerade im gefüllten Zustand höchst gefährlich. Ihr glatter Rand bietet den Katzen krallen keinen Halt. Will man ein Bad nehmen, so sollte man die Badewanne niemals unbeaufsichtigt lassen, da Katzen hineinfallen können und durch den glatten Rand keinen Halt finden und so ertrinken können.
Fenster und Balkone
Es gibt viele Katzen, die ihr gesamtes Leben als reine Wohnungskatzen verbringen. Viele von ihnen haben sogar Angst, die Schwelle der Wohnungstür zu überschreiten. Die Neugier nach dem, was sich da draußen abspielt, ist den Katzen jedoch geblieben. Jedes Jahr verunglücken viel zu viele Katzen durch nicht gesicherte Kippfenster. Bei dem Versuch, durch ein gekipptes Fenster ins Freie zu gelangen, ist die Gefahr abzurutschen sehr hoch. Die Katze kann in dem keilförmigen Spalt hängen bleiben und sich dadurch schwere Verletzungen zuziehen. Darüber hinaus kann die Katze durch den Versuch, sich aus diesem Spalt zu befreien ersticken. Der Fachhandel bietet speziell für Kippfenster spezielle Drahtgestelle an, die beim Lüften zwischen das Fenster und den Rahmen geklemmt werden und so ein Eindringen der Katzen in diesen Spalt verhindert. Ein Katzenschutznetz, passend für das Kippfenster, reicht in der Regel aber auch schon aus und ist sehr leicht zu befestigen. Nicht umsonst gehören Fensterbretter und Balkonbrüstungen zu den Lieblingsplätzen der Stubentiger. Um die beste Aussicht zu haben, balancieren sie geschickt auf dem schmalsten Sims. Wie versteinert sitzen sie dann da und starren gebannt auf das, was da unten vor sich geht - ein gefährliches Spiel. Bei vielen Katzen ist so jahrelang nie etwas passiert. Wie jedoch sonst auch im Leben, sind es häufig die dummen Zufälle, die eines Tages einen Absturz verursachen. Ein plötzliches lautes Geräusch, das die Katze erschreckt oder ein vorbei fliegender Vogel genügen schon, die Katze zu einer abrupten Bewegung zu veranlassen. Schnell verliert sie so das Gleichgewicht. Genauso können sich auch unerwartet Balkonkästen aus der Verankerung lösen, wenn eine gut genährte Katze hineinspringt. So verschieden die Sturzursachen sein können, so vielfältig sind auch die möglichen Folgen. Entscheidend ist hierbei die Sturzhöhe und der Untergrund auf den die Katze auftrifft. Im Gegensatz zum Hund dreht sich eine Katze während des Falls um ihre Längsachse. Und so ist es der Katze möglich, auf den Pfoten zu laden. Aus diesem Grunde kann für die Katze ein Sturz mit einem großen Schrecken und mit glimpflicheren Verletzungen (Abschürfungen, Prellungen, Brüchen im Bereich der Vorderpfoten) ausgehen. Bei einem Sturz aus größerer Höhe ist die Wucht des Aufpralls jedoch so hoch, dass die Katze ihn nicht abfangen kann. Dies gilt besonders bei sehr hartem Untergrund wie Stein oder Beton. Zu den dabei auftretenden Blessuren zählen mehrfache Brüche der langen Gliedmaßen- und Schädelknochen (vor allem im Bereich der Kiefer und Gaumenspalte) und stumpfe Verletzungen der inneren Organe, die den sofortigen Tod der Katze zur Folge haben können. Akute Atemnot kommt bei einer gestürzten Katze häufig vor und beruht auf Verletzungen im Brustkorbbereich (Lungenblutung, Lungenriss mit Austritt von Luft in den Brustkorb oder Zwerchfellriss). Unter Umständen weist eine abgestürzte Katze sogar keine oder nur sehr unauffällige Symptome auf, so dass mancher Katzenbesitzer einen Tierarztbesuch nicht für notwendig hält. Es sollte jedoch bedacht werden, dass die Folgen eines Sturzes auch lange nach dem Ereignis offensichtlich werden können. Jeder Katzenbesitzer, der einmal eine schwer verletzte, aus dem Maul blutende und nach Luft ringende Katze nach so einem Sturz gesehen hat, wird schnellstens Vorkehrungsmaßnahmen treffen, um einen derartigen Unfall in Zukunft zu verhindern. Bitte warten Sie nicht, bis Ihre Katze einen derartigen Unfall hat. Im Fachhandel können Sie Katzennetze in verschiedenen Farben (meist grün, durchsichtig oder schwarz) aus verschiedenen Materialien und in verschiedenen Maschenweiten bekommen. Bitte sichern Sie damit Ihren Balkon ab. Bitte bedenken Sie: Fliegennetze eigenen sich nicht, um eine Katze zurückzuhalten.
Geschirrspülmaschine
Eine geöffnete Geschirrspülmaschine stellt für eine Katze eine Verlockung dar. Katzen können schon in den kleinsten Spalt einer geöffneten Geschirrspülmaschine hineinklettern, wo sie - wenn die Tür der Maschine zufällt - qualvoll ersticken können. Viele Katzen klemmen sich auch den Kopf in diesem kleinen Spalt oder quetschen sich den Hals. Vermeiden Sie möglichst die vollständige Öffnung der Spülmaschine oder klemmen Sie einen Gegenstand in den Spalt, so dass das Geschirr zwar auskühlen, die Katze jedoch nicht mehr in die Maschine gelangen kann.
Giftige Pflanzen
Jede Katze verschluckt beim Putzen ihres Fells viele Haare, die sie nicht verdauen kann. Darum frisst die Katze instinktiv Grünzeug, das ihr das Erbrechen der Haarballen erleichtert. Wenn die Katze jedoch in der Wohnung keine geeigneten Gräser findet, macht sie sich auch schon mal über unsere Zimmerpflanzen her. Allerdings sind viele unserer hübschen Blumen hochgiftig und wurden so schon für so manche Katze zum Verhängnis. Unsere Katzen sind leider nicht in der Lage, zwischen giftigen und ungiftigen Pflanzen zu unterscheiden. Und auf der Suche nach einer Verdauungshilfe knabbert die Katze schnell so manche Grünpflanze an. Nicht alle Vergiftungen führen zum Tod der Katze. Manche Vergiftungen bringen körperliche Beschwerden mit sich, die bald abklingen. Der Grad der Vergiftung hängt jedoch auch von der konsumierten Menge ab. Bei dem geringsten Verdacht auf Vergiftung sollten Sie jedoch auf jeden Fall einen Tierarzt konsultieren. Vorsicht bitte auch bei Blumensträußen, denn aus Gründen der Haltbarkeit sind Blumensträuße oftmals mit einem Konservierungsstoff versehen. Nicht selten ist dieser Konservierungsstoff giftig. Auch mit Flüssigdünger versehenes Blumenwasser oder Düngestäbchen sind giftig für unsere Katzen. So schön manche Pflanze für uns auch aussieht, so gefährlich kann sie doch für unsere Katze sein.
Halsbänder
Eine bisweilen tödliche Gefahr geht von Katzenhalsbändern aus. Bei der Fellpflege, beim Spielen oder Klettern können die Tiere in den Halsbändern hängen bleiben, Quetschungen erleiden, sich strangulieren – im schlimmsten Fall mit tödlichem Ausgang. Daher warnt der Deutsche Tierschutzbund alle Katzenhalter davor, ihrem Stubentiger auf Freigang ein Halsband umzubinden. Wer sein Tier vor Parasiten schützen wolle, könne hierzu auf entsprechende Medikamente zurückgreifen. Und auch für eine Kennzeichnung des Tieres gibt es bessere Alternativen. Gerade im Frühling und Sommer wollen Katzenhalter ihre Tiere wirkungsvoll vor Flöhen und Zecken schützen. Dass ein Parasitenhalsband zur tödlichen Gefahr für die Tiere werden kann, ahnen die wenigsten. Doch gerade in der warmen Jahreszeit werden immer wieder verletzte Katzen in die Tierarztpraxen eingewiesen. Sie sind bei der Fellpflege mit der Vorderpfote ins Halsband geraten und haben schwere Gewebequetschungen erlitten; beim Klettern sind sie hängen geblieben und haben sich stranguliert. Die solcherart gefangenen Tiere geraten nicht selten in Panik, verheddern sich noch mehr und strangulieren sich im schlimmsten Falle zu Tode. Lange Zeit waren Parasitenhalsbänder die einzige Möglichkeit die Katze vor Flöhen und Zecken zu schützen. Heute jedoch gibt es speziell für Katzen entwickelte Medikamente, die das Tier mehrere Wochen wirkungsvoll vor den lästigen Schmarotzern schützen. Auch die Kennzeichnung muss nicht mehr über Adressaufkleber erfolgen, die am Halsband angebracht werden. Stattdessen sollte der Katzenhalter sein Tier lieber vom Tierarzt chippen lassen. Hierbei wird der Katze ein reiskorngroßer Mikrochip unter die Haut gesetzt. Der Mikrochip enthält alle wichtigen Daten über das Tier, die mit Hilfe eines speziellen Gerätes abgelesen werden können.
Kleinteile
Kleinteile sollten nicht offen liegen gelassen werden, da Katzen mit fast allem spielen und es dann auch ins Maul nehmen. Generell sollte man alles, was man nicht mehr benutzt, sofort wegräumen. Aus Nachlässigkeit kam es in vielen Haushalten schon zu schlimmen Unfällen, die für einige Katzen tödlich endeten, weil sie Kleinteile gefressen hatten.
Möbel
Katzen klettern unheimlich gerne. Daher sollte jeder Gegenstand (Kratzbaum, Regal usw.) so gesichert sein, dass er weder wackelt noch umkippen kann, wenn eine Katze auf ihn springt. Dies dient nicht nur der Sicherheit der Katze, sondern auch der des Menschen.
Nähzeug
Auch Nähzeug birgt eine Gefahr für unsere Stubentiger. Da Katzen nun einmal sehr neugierig sind, schrecken sie kaum davor zurück, mit einer achtlos liegen gelassenen Nadel zu spielen. Leider ist es schon oft passiert, dass Katzen Nadeln verschluckt haben, was zu bösen Verletzungen führt. Bitte räumen Sie nach dem Nähen Ihr Nähzeug immer gleich sorgfältig weg.
Putzmittel und Medikamente
Putzmittel und Medikamente sollten Sie immer gut verschlossen aufbewahren. Bei einigen Putzmitteln reicht die bloße Berührung schon aus, um schlimme Verätzungen bei der Katze hervorzurufen.
Steckdosen und Kabel
Kabel stellen für einige Katzen eine große Verlockung dar. So wird besonders von jungen Katzen gerne durch Anknabbern getestet, ob etwas fressbar ist oder nicht. Bei Kabeln kann dies im schlimmsten Fall mit einem bösen Stromschlag enden. Generell sollten Sie Kabel so verlegen, dass sie vor Katzen sicher sind, und auch Steckdosen sollten katzensicher gemacht werden. Hierzu gibt es im Handel spezielle Kindersicherungen, die auch unseren Katzen Schutz gewähren.
Trockengestecke
Katzen knabbern gerne an Trockenblumen herum. Nun werden jedoch etliche Trockengestecke mit Farben oder Lacken behandelt, die der Katze gefährlich werden können. Bitte vergewissern Sie sich, ob Ihre Gestecke mit giftigen Substanzen behandelt wurden.
Waschmaschine und Wäschetrockner
Katzen mögen enge Höhlen. Deshalb sollte man generell die Waschmaschine oder den Wäschetrockner nicht offen stehen lassen. Oft ist es schon passiert, dass sich eine Katze in die Waschmaschine gelegt und niemand die Maschine vor dem Waschen kontrolliert hat. Die Wahrscheinlichkeit, dass eine Katze einen Waschgang überlebt geht gen Null. Bitte werfen Sie also immer einen kontrollierenden Blick in Ihre Waschmaschine oder den Trockner, bevor sie die Maschinen in Gang setzen.


